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In Spanien an der Costa Blanca (genauer bei Pego) und 1813 km von der Boulderwelt München entfernt, lag das Reiseziel des Boulderwelt-Teams. Am Sontag um 08:15 Uhr war die Maschine in München startklar und 2,5 Stunden später landeten wir (Mona, Isi, Afra, Flo, Niko, Dave und ich) in Alicante.

Nach Abholen der Mietwagen und Fahrt nach Pego standen wir tatsächlich schon um 14:30 Uhr gemeinsam am Fels. Nach längerem Tüfteln und Ausprobieren konnte dann auch jeder wieder einen Achterknoten binden und seinen Gurt – wenn er denn einen dabei hatte – richtig anziehen. Schnell holte sich jeder in den ersten 6bs und 6cs in Gandia einen guten Pump in den Unterarmen und die erste Bräune oder Röte auf Gesicht und Schultern ab.

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Das Abendessen fiel auf Grund der geschlossenen Supermärkte kläglich aus, so dass sich das Frühstück am nächsten Morgen umso reichlicher und festlicher gestaltete. Auf den Frühstückstisch kam alles was das Boulderer-Herz begehrt: Obstsalat, Rührei und Speck, Müsli, Baguette sowie beste spanische Salami und gut gereifter Käse.

Montag liefen dem Boulderwelt-Team die kurzen aber steilen Routen in Los Pinos besser rein, so dass sich die Mädchen in einer ex 8a und zum allgemeinen Verdruss nun 7cThe Destroyer“ und die Jungs in „Ex Pat 8a+“ und „Bloque 8b“ auspowerten. Afra und Ich konnten an diesem Tag „The Destroyer“ abhaken und für die anderen Beiden wollten wir Ende der Woche noch mal wiederkommen. Zur Stärkung gab es am Abend bestes Rinderfilet mit „backed Potatos“ und Salat.

Am Ruhetag zauberte Niko zum Frühstück dem ganzen Team süße und herzhafte Crèpes. Später fuhren wir mit kurzen Zwischenstopps an Aussichtspunkten und immer auf der Suche nach gelben Autos nach Altea, eine kleine Stadt mit einer großen Auswahl an erstklassigen Restaurants. Nach einem köstlichen, teils feurigen Essen beim Inder rollte die Gruppe erschöpft zurück nach Pego. Sella bietete uns am nächsten Tag erstklassige Kletterei in langen Routen mit zahlreichen Sintern, welche die Gruppe jedoch einstimmig verschmähte und lieber zu Gunsten der Unterarme eine kleine, steile Wand mit überhängenden Routen und teils einbetonierten Griffen vorzog. An dieser Wand durften wir die Gastfreundschaft eines kleinen Esels genießen, der Gefallen an unseren Rucksäcken, Broten und besonders an Nikos Tabak fand. Nebenbei konnte Flo hier „Hazlo ahora 8b“ im dritten Versuch rotpunkten.

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Am nächsten Tag ging es nochmals nach Gandia, wo man sich nach dem Aufwärmen aus der Mittagshitze in eine schattigere, aber imposante, Höhle verzog. Hier ging es nun doch den Unterarmen an die Substanz. Sogar der Aufbau einer riesigen Seilschaukel erforderte schon Unterarmstrom. Neben Spaß und Gebrüll auf der Seilschaukel, konnte man sich in „Arcadia 7c“ den Pump seines Lebens abholen: Zwei schwarze Sinter, No-Hand-Rest, Bouldercrux mit genialem Doppeltoehook und 20 Meter bis zum Top im oberen achten Grad. Trotz der Routenlänge konnten Mona, Flo und ich die Route rotpunkten. Monas erster Satz nach dem Durchstieg „Ich bin gar nicht gepumpt?!“ haute alle um.

Der nächste Ruhetag brachte für das ganze Team eine Erfrischung mit sich. Ausflugsziel waren die Wasserfälle Fuentes del Algar, an denen baden, sonnen und abenteuerliche Kletterei durch eine Schlucht möglich waren. Die letzten zwei Klettertage brachten noch einige gute Begehungen mit sich. Unteranderem konnte Isi sich ihre erste 7c und Flo sich noch „Bloque 8b“ in Los Pinos abholen. Am letzten Abend veranstaltete Pego sogar ein Fest und begleitete unsere letzte Nacht bis fünf Uhr morgens mit Musik. Noch schnell ein paar Routen gezogen und richtig Sonne tanken, dann ging es am Sonntag gut erhitzt und mit dem einen oder anderen Sonnenbrand leider viel zu früh zurück nach Deutschland.